Die Kulturfritzen

Die Kulturfritzen

Der Kulturpodcast aus Berlin

Die Liebermann-Villa am Wannsee

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Die Liebermann-Villa am Wannsee ist das ehemalige Sommerhaus des Malers Max Liebermann (1847-1935) und seiner Frau Martha (1857-1943). Ein besonderer Ort, der mit dem heutigen Kunstmuseum und dem historischen Garten an die Geschichte der Familie Liebermann erinnert. Seit Februar 2020 leitet Dr. Lucy Wasensteiner die Geschicke des Hauses, das von der Max-Liebermann-Gesellschaft getragen wird.

Marc Lippuner unterhält sich mit der promovierten Kunsthistorikerin über die wechselvolle Geschichte der Villa, über die Rolle des jüdischen Ehepaars Liebermann in der Berliner Gesellschaft und die Bedeutung Max Liebermanns für die Moderne, über die Herausforderung, ein Museum ohne institutionelle Förderung, dafür mit viel ehrenamtlichem Engagement zu leiten, über Strategien, Besucher:innen an den Stadtrand zu locken sowie über die geplante Vernetzung mit den Kultureinrichtungen der Nachbarschaft.

Rainer Bielfeldt – Pop-Chansons im virtuellen Musikzimmer

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Rainer Bielfeldt begann seine musikalische Karriere in den 1980er-Jahren als Alleinunterhalter auf Tanztees. Vor 30 Jahren erschien sein erstes Album. Er arbeitete viele Jahre mit Gayle Tufts und Tim Fischer, produzierte zahlreiche Kinder-Hörspiele, schrieb ein Chanson-Musical zu Irmgard Keuns Roman "Das kunstseidene Mädchen" und lehrt regelmäßig Liedinterpretation und Songwriting. Im letzten Jahr kehrte er Berlin den Rücken und baut nun im Wendland sein virtuelles Musikzimmer aus.
Marc Lippuner spricht mit dem Musiker über frühe Karrierepläne und alte Bühnenängste, über schwulen Chanson-Pop und geschlechtsneutrale Liebeslieder, über die Vorteile des Unabhängig-Seins und die Schwierigkeiten des Selbstvermarktens, über die Lust auf deutsche Texte und den Überdruss am Großstadtleben.

Tobias Schwartz – Über unbekannte Engländerinnen und blaue Schmetterlinge

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Die Theaterstücke des Berliner Autors Tobias Schwartz werden seit 15 Jahren an verschiedenen deutschen Bühnen aufgeführt, sein Debütroman "Film B" erschien 2007, sein aktueller Roman, eine 650 Seiten starke Familiengeschichte, heißt "Morpho Peleides". Darüber hinaus machte er sich in den letzten Jahren als Übersetzer der in Deutschland kaum bekannten britischen Autorinnen Shelagh Delaney (1938 - 2011) und Aphra Behn (1640 - 1689) einen Namen. Marc Lippuner spricht mit dem Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer über Schenkelklopfer von Virginia Woolf, über die erste Frau Englands, die vom Schreiben leben konnte, über die einzige Frau unter den Angry Young Men, über gut gemeinte Ratschläge von Günter Grass, über fehlende Kritik(en) und über blaue Schmetterlinge.

Vom Sockel denken – Zur künstlerischen Kommentierung des Ernst-Thälmann-Denkmals

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Das 1986 eingeweihte Ernst-Thälmann-Denkmal an der Greifswalder Straße ist geliebtes und zugleich unliebsames Zeugnis der späten DDR-Geschichte. Im Rahmen des Denkmalschutzes verpflichtete sich der Bezirk Pankow zu einer künstlerische Kommentierung des Bronze-Monuments. Nach einem bundesweiten Wettbewerb wurde die Videokünstlerin Betina Kuntzsch mit der Realisierung ihres Entwurfs "Vom Sockel denken" beauftragt, einer künstlerischen Intervention aus fünf korallenroten Betonelementen und zehn dokumentarischen Film-Essays, die am 18. November 2021 der Öffentlichkeit übergeben wurde.
Marc Lippuner spricht mit der Künstlerin über Videokunst in der DDR, über die Geschichte des Ortes, auf dem Anfang der 1980er-Jahre der Ernst-Thälmann-Park angelegt wurde, über die bereinigte Biografie des Namensgebers, über das seit seiner Entstehungszeit künstlerisch umstrittene Denkmal des sowjetischen Bildhauers Lew Kerbel, über die Notwendigkeit einer künstlerischen Kommentierung und die Entscheidung eines persönlich-historischen Zugangs sowie über die Hoffnung produktiver Auseinandersetzungen und einer freudvollen Inbesitznahme ihrer Installation.

Wüste Berlin – Zur Kulturgeschichte der Nachkriegszeit

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Wie entwickelte sich die Berliner Kultur in den ersten Jahren nach dem Krieg? Gab es eine Stunde Null? Wann wurde das erste Theater wiedereröffnet? Unterschied man zwischen Künstler:innen, die in Nazideutschland geblieben waren, und jenen, die aus dem Exil zurückkehrten? Welche Rolle spielten Funk, Film und Fernsehen im sowjetischen Sektor und auf dem Gebiet der Westalliierten? Und wie ideologisch entwickelte sich der Städtebau? Diese und weitere Fragen beantwortet der Historiker Kai-Uwe Merz in seinem Buch "Wüste Berlin".
Marc Lippuner spricht mit dem Autor über die junge Hildegard Knef und den alten Gustaf Gründgens, über Bertolt Brecht, der nach Berlin zurückwollte, aber nicht unbedingt in den sowjetischen Sektor, über Johannes R. Becher, der Hans Fallada ermöglichte, seinen letzten Roman zu schreiben, und über Bauten des Stararchitekten Hans Scharoun, die sich zwischen den neoklassizistischen Zuckerbäckerbauten der Karl-Marx-Allee verstecken.

Ich will mehr ... Bühne!

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BerlinBühnen ist das gemeinsame Online-Portal von mehr als 90 Berliner Opern, Theatern und Konzerthäusern, das zum einen die digitale und analoge Infrastruktur der Berliner Veranstaltungskalender sichert, zum anderen aber auch mit Spielplänen, Spielstättenportraits, einem Magazin und umfassenden Serviceseiten Kulturinteressierten einen guten Überblick über das bietet, was die Hauptstadt an Theater, Tanz, Musik und Show zu bieten hat.
Marc Lippuner spricht mit der Chefredakteurin von [www.berlin-buehnen.de](http://www.berlin-buehnen.de) über die Entwicklung des Online-Portals von einer Datendrehscheibe zu einem Online-Kulturmagazin, über die Berliner Kulturprojekte GmbH, bei der das Portal zu Hause ist, über die Herausforderung einer digitalen Plattform, die aufs Analoge spezialisiert ist, digitale Angebote zu bündeln, sowie über die Sehnsucht nach der Wucht von Live-Bühnen-Events in pandemischen Zeiten.

Es gibt nichts Lebendigeres als einen Friedhof ...

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Der Schauspieler Hans-Jürgen Schatz engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt historisch-bedeutsamer Berliner Grabstätten, indem er Benefizveranstaltungen organisiert, um denkmalgerechte Restaurationen zu finanzieren. Darüber hinaus hat er für eine Friedhofs-App mehr als 1.200 fundierte Texte zu interessanten Grabmälern eingesprochen, die aus einem Friedhofsbesuch einen Bildungs- und Kulturausflug machen können.
Zum Totensonntag spricht Marc Lippuner mit seinem Gast über die Bedeutung dieses herbstlichen Trauertags, über die Faszination von Friedhöfen, die Herausforderung bei der Instandsetzung von Grabstätten und die Entwicklung der App "Wo sie ruhen".

Stadt der ausgefallenen Leuchtbuchstaben

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Isobel Markus erzählt Geschichten über Berlin und seine Menschen, die so vielfältig sind wie die Stadt selbst. Egal ob herzlich oder derb, schräg oder ganz gerade heraus: Sämtliche ihrer Protagonist:innen schleichen sich ausnahmslos direkt in Herz.
Mit Marc Lippuner spricht Isobel Markus über die Lust am Beobachten und literarische Kurzformen, über Pontons unter Trauerweiden und Leuchtbuchstaben im Museum, über Vorlesevergnügen und das Wiederauflebenlassen künstlerischer Salons à la Rahel Varnhagen.

Tote foltern nicht

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Mit "Tote foltern nicht" hat Roland Gramling nach einer Reihe von Frankfurt-Geschichten seinen ersten Berlin-Roman vorgelegt, einen komplexen Krimi, in dem der Privatdetektiv Sören Petersen auf ein Netz aus In­trigen und undurchsichtigen Verstrickungen stößt, die von der schwulen Szene um den Nollendorfplatz bis ins Berliner Regierungsviertel reichen.
Marc Lippuner spricht mit dem Autor über die Krimitauglichkeit Berlins, über Berliner Schauplätze, die literarisch noch zu unterbelichtet sind, über das Wesen einer detektivischen Romanhandlung und die Lust auf Fortsetzungsgeschichten.

"Gottbegnadete" Künstler und ihre Nachkriegskarrieren

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Im August 1944 setzten Adolf Hitler und Josef Goebbels ausgewählte Künstlerinnen und Künstler auf eine „Liste der Gottbegnadeten“, so dass diese fortan als unabkömmlich galten und von Front- und Arbeitseinsätzen verschont blieben. Viele dieser renommierten Akteure des nationalsozialistischen Kunstbetriebs setzten ihre künstlerische Arbeit nach 1945 nahtlos fort. Unter welchen Umständen dies möglich war, bespricht Marc Lippuner mit dem Kunsthistoriker Wolfgang Brauneis, der als Kurator der Ausstellung "Die Liste der 'Gottbegnadeten'. Künstler des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik", die bis 5. Dezember 2021 im Deutschen Historischen Museum zu sehen ist, die Nachkriegskarrieren von zwölf Malern und Bildhauern, darunter Arno Breker, Richard Scheibe und Georg Kolbe, in den Blick genommen hat.

Über diesen Podcast

Der Kulturpodcast aus Berlin.

Jede Folge ist ein kleines Mosaiksteinchen im großen kulturellen Ganzen der Stadt, keine Folge gleicht der anderen, einige sind ganz kurz, andere länger, von Berlinbuch-Vorstellungen über Kulturspaziergänge und Hörspiele bis hin zu Lesungen, Features, Reportagen und Interviews.

von und mit Marc Lippuner

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